Weinverkostigung am 16. November!

16. November 2013 im M-BELLEVILLE

Weinverköstigung mit Winzern aus verschiedenen französischen Weinregionen

Während der Verköstigung der Weine (beginnt um 16:00) stehen

Baguettes, Terrine de Campagne und Ziegenkäse Croustillans bereit auf dem Tresen

Nach der Verköstigung Abendessen (ab 19:00) mit den Winzern und ihren Weinen:

Menu

Ochsenschwanzboullion, Topinambur, Pak Choy und pochiertes Ei

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Carpaccio von gebeizten Jakobsmuscheln mit Granatapfel, schwarzem Rettich und Quittenvinaigrette

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Gebratener Wildscheinrücken mit Schwarzwurzeln, Schalottenconfit und Wacholderjus

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Tarte Tatin mit Sauerrahmeis

Es verspricht eine schöne Gelegenheit zu werden

Das ganze Packet: Weinverköstigung, Menu und alle Weine kostet € 80.-

Unsere Gäste, die Winzer:

Jeannot Montanet , der bodenständige Philosoph DOMAINE DE LA CADETTE

Im hundert Seelen Dorf Saint-Pere in der Ortschaft Vezelay bewirtschaften Jeannot Montanet und seine Familie etwa 14 ha Weinberge. Als sie im Jahr 1987 aus der ansässigen Cooperative ausgetreten sind, war das eine mutige Entscheidung – ein Großteil der Weine wird von der Cooperative auch heute noch ausschließlich en gros verkauft! Das ist sehr traurig, da das Terroir hier etwas Besonderes ist – es ähnelt sehr dem Chablis, ist jedoch etwas kühler und profitiert von einer Auflage eisenoxidhaltiger Lehmböden. Das gibt den Weinen eine wunderbare Balance, Tiefe und reife expressive Frucht! Seit nunmehr einer Dekade sind die Weinberge biologisch bewirtschaftet und die Arbeit im Keller findet ohne Zusatzstoffe statt. Jeannot mag den vin naturel, jedoch nicht den Dogmatismus, der häufig damit einhergeht. Diese ehrliche und authentische Sichtweise gibt Ihm Jahr für Jahr recht. Großartige Burgunderweine!

 

Philippe Rietsch

 

 

 

 

 

 

 

Marc Barriot, hat sein Terroir gefunden                                                             Clos de l‘Origine

Für all jene mit geringen finanziellen Mitteln, aber mit Liebe zum Metier ist die Gründung einer eigenen Domaine ein großes Abenteuer. Nachdem Marc Barriot seine Heimat im Bandol verlassen hatte, führte ihn sein Weg zu verschiedenen Domaines im Beaujolais bis hin nach Australien. Im Jahr 2003 kam er dann ins Roussillon in das kleine Dorf Maury. Er suchte alte Weinberge, die nach Norden ausgerichtet sind, um die Frische der Frucht zu bewahren. So verteilen sich heute seine Reben mittlerweile auf 5 Gemeinden mit unterschiedlichsten Terroirs auf Schiefer-, Kalkstein- und Gneissböden.

Im Keller ist kontrolliertes Überwachen angesagt, mit dem Ziel den feinen und puren Ausdruck der Frucht in seinen Weinen zu bewahren. Ein lebendiger Wein entsteht, der unverfälscht von seiner Herkunft berichtet. Die Weine von Clos del‘Origine sind wunderbare Charakterköpfe, die keinen unberührt lassen!

 

Patrick Meyer, der bescheidene Weinmagier mit intellektuellem Tiefgang  Domaine Julien Meyer

Von nur 9ha Rebfläche keltert Patrick Meyer vin naturel, der mit Abstand zu den spannendsten Weinen der Region gezählt werden darf. Nach seiner Ausbildung bewirtschaftete Patrick die Weinberge zunächst konventionell, mit all den Versprechungen der dazugehörigen, synthetisch chemischen Wundermittel. Doch schon nach kurzer Zeit wendet er sich 1985 dem Bioanbau zu. Heute sind diese bald dreissigjährige natürliche Bewirtschaftung und die daraus gewonnenen Erfahrungen ein unschätzbarer Wert und das Fundament für außergewöhnliche Weine. Patrick Meyer folgte diesem Weg nicht aus Ideologie, sondern aus Intuition und Feingespür! Seine sublimen Gewächse von den Einstiegsweinen bis hin zu den Crus transportieren diese Emotionen in flüssiger Form. Es entstehen bekömmliche Weine mit Komplexität und gleichzeitig hoher Trinkfreude.

 

 

 

 

Alex Zülch der erste, der es gewagt hat, Naturweine in Deutschland auf den Markt zu bringen.

Warum gibt es eigentlich keinen vin naturel in Deutschland??? Diese Frage hat sich Alex Zülch oft gestellt. Er wollte es ausprobieren einen zu machen. In Andreas Hieber vom Weingut Schäfer-Heinrich hat er einen aufgeschlossenen und im Bioanbau hoch kompetenten Partner gefunden. Daraus ist der „Was ist das“ entstanden, der erste deutsche Naturwein, der sofort seinen Einzug in die Pariser Weinbars gefunden hat. „Was ist das?“ ist eine Rotweincuvee und wurde ohne jegliche Zusatzstoffe und ohne zugefügten Schwefel über 9 Monate im gebrauchten Holzfass ausgebaut.

Nach dem Abitur hat Alex die Möglichkeit ergriffen, Praktikum im Weingut Georg Breuer in Rüdesheim. Anschließend Studium der Oenologie und Weinbau an der renommierten Fachhochschule in Geisenheim. Danach weitere Praktika und unzählige Reisen, nach Italien, Frankreich, Österreich und Südafrika. Als Kellermeister im „Domaine des Enfants“.

Alex Zülch ist Partner vom M-Belleville und Geschäftsführer von „Vins Vivants – lebendige Weine“, eine Internetseite, auf der er eine spannende Auswahl von Weinen anbieten, die unter dem Radar der breiten Masse liegen. Allesamt aus natürlicher und hochwertiger, handwerklicher Herstellung!

 

Stefan Vetter aller Anfang….                                                        Weingut Stefan Vetter

Der junge Winzer Stefan Vetter bewirtschaftet in Iphofen im Frankenland nur 1,5ha Reben. Er gehört mit Sicherheit zu den außergewöhnlichsten Winzern der Region und hat sich dem vin nature verschrieben.

Im Keller wird versucht, auf alle Zusatzstoffe zu verzichten, lediglich bei der Füllung eine kleine Menge Schwefel beizugeben. Mit dem konventionellen Bild eines fränkischen Silvaners hat das wenig gemein. Es ist ein ursprünglicher und authentischer Rebensaft, den Stefan auf die Flasche bringt.